Am 21. März 2015 war der diesjährige INDIEBOOKDAY

Der „Indiebookday“ ist ein Tag, an dem gemeinsam über das Netz aufgerufen wird, sich in einer Buchhandlung ein Buch aus einem unabhängigen Verlag zu kaufen und etwas darüber im Netz unter dem Stichwort „Indiebookday“ zu posten. Vorbild ist der „Record Store Day“, der sich seit einigen Jahren zu einem großen internationalen Event in Plattenläden entwickelt hat. Dieses Jahr fand die Aktion das dritte Mal in den deutschsprachigen Ländern statt. 2013 gab es knapp über 1000 Teilnehmer, die ihr Foto veröffentlichten, im vergangenen Jahr breitete sich die Initiative auch nach Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Portugal aus.

Das Team der Buchhandlung zur Heide freut sich über jede Aktion, bei der auf gute Bücher hingewiesen wird. Deshalb haben wir zur Zeit einen Bereich in der Buchhandlung mit Titeln der vermutlich „kleinen“ und „unabhängigen“ Verlage dekoriert. Prinzipiell sind wir aber der Meinung, dass diese Verlage auch keine anderen Bücher machen als „große“. Es geht auch dort um Liebe, Abschied, Entwicklung, Kritik... Aber die Zielgruppe ist kleiner bzw. spezieller. Eigentlich sind „große“ Verlage besser als „breites Publikum“-Verlage zu bezeichnen.

Ob das Posten des am „Indiebookday“ gekauften Buches ein neuer Weg für den Buchmarkt ist, um Leser zu finden? Da scheint es mehr um Aufmerksamkeit für den fotografierten Menschen zu gehen. Schaden wird es nicht. Aber viel wichtiger ist es, nicht einen Verlag, sondern die Buchhandlung herauszustellen, in der man sich vor Ort mit richtigen leibhaftigen Menschen über Inhalte und Themen austauschen kann.

Der wirklich wichtigte Buchfesttag ist für uns der jährliche „Welttag des Buches“ am 23. April. Alle anderen „Tage“ sind inflationär und verwässern das Gesamtbild, egal welchen guten Zweck sie erstreben.