Saatsministerin Monika Grütters übergibt den Deutschen Buchhandlungspreis 2016

Auf Vorschlag der Jury unter Vorsitz von Iris Radisch zählt die Buchhandlung zur Heide wieder zu den 118 Betrieben, die am 5. Oktober 2016 in Heidelberg mit dem zum zweiten Mal vergebenen „Deutschen Buchhandlungspreis“ ausgezeichnet wurden - als eine von nur sechs Buchhandlungen in Niedersachsen. Wie im Vorjahr erhielt die Buchhandlung neben der Verleihung der Urkunde als „Ausgezeichnetem Ort der Kultur 2016“ eine Prämie von € 7.000 zur Unterstützung ihrer Arbeit. Alle Mitarbeiterinnen und der Inhaber der Buchhandlung freuen sich sehr über diese Auszeichnung und werden auch in Zukunft ihre langjährige Arbeit engagiert fortsetzen.

Staatsministerin Monika Grütters betonte während ihrer Ansprache: „Wir brauchen die Künstler und Intellektuellen, die Querdenker und Freigeister, deren Werke wir in den Regalen unabhängiger Buchhandlungen finden! Sie sind der Stachel im Fleisch unserer Gesellschaft, der verhindert, dass intellektuelle Trägheit, argumentative Phantasielosigkeit und politische Bequemlichkeit die Demokratie einschläfern. Nicht zuletzt kann Literatur denen eine Stimme geben, die sonst kein Gehör finden. Auch deshalb werde ich in meinem Haus – ab 2017 einen neuen Förderschwerpunkt „Literatur“ setzen – mit neuen Akzenten bei der Sprachpflege, bei Übersetzungen, in der Poesie und der Vernetzung literarischer Einrichtungen.“

Lennart Neuffer nutzte die Gelegenheit, beim feierlichen Empfang nach der Veranstaltung eine vom Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und der Buchhandlung unterzeichnete Graphic Novel zu Erich Maria Remarques „Im Westen nicht Neues“ an die Ministerin zu überreichen. Er erinnerte dadurch an die ungewisse Zukunft der „Casa Monte Tabor“ im langjährigen Tessiner Wohnort des aus Osnabrück stammenden weltbekannten Schriftsteller und bat Monika Grütters, alle Möglichkeiten zum Erhalt der zum Verkauf stehenden Remarque-Villa auszuschöpfen. Vor allem dadurch ist das Erbe des deutschen Autoren, der mit seinem Werk am konsequentesten auf die verheerenden Folgen von Kriegen hingewiesen hat und damit nicht nur für uns Deutsche zu einem Vorbild geworden ist, der Allgemeinheit durch aktive Erinnerungsarbeit zu einer friedfertigeren Zukunft zu erhalten.

Foto: Claus Setzer/Börsenblatt