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Ein eschatologisches Triptychon

Das Leben angesichts des Todes in christlicher Hoffnung, Religion in Philosophy and Theology 64, Religion in Philosophy and Theology 64

Erschienen am 15.06.2012, 1. Auflage 2012
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783161519079
Sprache: Deutsch
Umfang: IX, 221 S.
Format (T/L/B): 1.4 x 23.3 x 15.7 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Die Erlösungsperspektive der christlichen Glaubenshoffnung reduziert sich nicht auf Jenseitstrost. Vielmehr gilt es, engagiert Eschatologie zu treiben und die befreiende Macht des göttlichen Richtens in der Gegenwart dieser Welt aufzuzeigen. Otmar Meuffels' Analysen stellen die Vollendungshoffnung des Glaubens in den Horizont der Grenzerfahrung des Todes und unter das Wahrheits-Kriterium des Respekts vor dem Leben. Sein Argumentationsgang ist formal als Triptychon angelegt, dessen drei Tafeln jeweils ein kulturwissenschaftliches, soziologisches und philosophisches Tableau entwerfen und durch zwei theologische Gelenkstellen so miteinander in Beziehung gesetzt werden, dass die Heilsbedeutung einer Wahrnehmung der Welt unter der österlichen Perspektive des Glaubens aufscheint. So werden die alttestamentliche Verheißung von Leben aus dem Tod, Jesu Ansage des Reiches Gottes und die kreuzeschristologische bzw. trinitarische Entfaltung des göttlichen Erlösungshandelns auf die aktuelle Problematik von Identität und Authentizität des menschlichen Lebens bezogen. Die hier aufbrechenden Fragen nach der Möglichkeit von Erinnerung, Anerkennung und Wahrheit fordern eine theologische Rechtfertigung der gläubigen Hoffnung über den Tod hinaus, die der endlichen und vielfach gefährdeten Existenz des Menschen in der Welt gerecht werden kann. In Auseinandersetzung mit den Positionen von Honneth, Ricoeur, Lévinas, Putnam, Dalferth und anderen nimmt Otmar Meuffels diese Herausforderung an und entfaltet einen eigenständigen eschatologischen Entwurf, dessen Maßstab die Liebe des Mensch gewordenen Gottes bildet.

Autorenportrait

Geboren 1957; Studium der Theologie; 1984 Priesterweihe im Bistum Aachen; 1991 Promotion; 1994 Habilitation; seit 1996 Inhaber des Lehrstuhls für Dogmatik an der Universität Würzburg.