Jan Decker: „Erich Loest die Probleme. Ein Schriftsteller und seine 'fast zweite Heimat' Osnabrück“

Der in Osnabrück lebende Autor Jan Decker bereitet zur Zeit für Deutschlandradio Kultur ein Feature über einen ehemaligen Kunden der Buchhandlung zur Heide vor: den Schriftsteller Erich Loest. Als „Prelistening“ zur Ursendung am 31.10.2015 wird Decker das Ergebnis seiner Arbeit zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen und sich mit ausgewählten Zeitzeugen im Gespräch auf Spurensuche begeben.
Die barocke Fülle deutscher Abendbrottische hat wohl keiner so schön beschrieben wie Erich Loest. Jenseits von Knackern und Brot konnte Loest durchaus ungenießbar sein, bärbeißig und schonungslos direkt. Wie kam der bekennende Sachse Erich Loest in der Friedensstadt Osnabrück zurecht, seinem ersten Wohnsitz nach der Ausreise aus der DDR, und zwischen 1981 und 1987 seine „fast zweite Heimat“? Warum überhaupt die „Weltprovinz“ Osnabrück? Und in welchem Licht erscheint der Ur-Leipziger Loest, wenn man seinen Transit-Ort in Westniedersachsen zum Hauptschauplatz macht?

Jan Decker, 1977 in Kassel geboren, ist Autor und Dramatiker. Er lebt seit 2013 mit seiner Familie in Osnabrück. Von 2004 bis 2008 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2005 veröffentlichte er zahlreiche Rundfunkarbeiten, zuletzt die Hörspiele „Gua Nim Washoe“ (SWR 2015) und "Bei Betty" (SRF 2015).

Foto: Christoph Busse

Datum: 
Mittwoch, 28. Oktober 2015 - 20:00
Adresse: 
Buchhandlung zur Heide
Preis: 
VVK € 7,--/Ak € 9,--
Zusatzinformationen: 
in Zusammenarbeit mit „Deutschlandradio Kultur“