Veranstaltungsarchiv

Annette Mingels: „Was alles war“

Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Deshalb lässt sie die erste Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter auch eher kalt. Doch das Treffen setzt etwas anderes in Bewegung: Plötzlich sehnt sich Susa danach, ihre Brüder und ihren biologischen Vater kennen zu lernen. Verrät sie damit ihre Adoptiveltern?

Datum: 
Montag, 19. Juni 2017 - 20:00

Feridun Zaimoglu: „Evangelio“

4. Mai 1521 bis 1. März 1522: Martin Luther hält sich auf der Wartburg auf. Gänzlich unfreiwillig, denn er ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Dort sieht er sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Der große Sprachschöpfer Feridun Zaimoglu begibt sich nun genau in diese Zeit, auf diese Burg und in die Kämpfe, die der Verdolmetscher auszufechten hat.

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Montag, 12. Juni 2017 - 20:00

John von Düffel: „Das Klassenbuch“

John von Düffel folgt neun ganz unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern an entscheidenden Punkten ihrer Entwicklung. Es sind Hochbegabte und Schwänzer, Suizidgefährdete und Magersüchtige, Computernerds, Selbstdarsteller und Unsichtbare, deren Realität mit der digitalen Welt verschwimmt. Was als Kranz isolierter Perspektiven beginnt, verwandelt sich immer stärker zu einem fein verästelten Gesamtgebilde, in dem alles auf überraschende und erschütternde Weise interagiert.

Datum: 
Montag, 29. Mai 2017 - 20:00

Eva Menasse: „Tiere für Fortgeschrittene“

Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen: Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Wie in ihrem ersten, hochgelobten Erzählungsband Lässliche Todsünden studiert sie ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick.

Datum: 
Mittwoch, 24. Mai 2017 - 20:00

Olga Grjasnowa: „Gott ist nicht schüchtern“

Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben fest an die Notwendigkeit einer Revolution in Syrien. Als sie ausbricht, feiert Amal gerade ihre ersten Erfolge als Schauspielerin und träumt von kommendem Ruhm. Zwei Jahre später wird sie im Ozean treiben, weil das Frachtschiff, auf dem sie nach Europa geschmuggelt werden sollte, untergegangen ist. Sie wird ein Baby retten, das sie fortan ihr Eigen nennen wird.

Datum: 
Dienstag, 16. Mai 2017 - 20:00

Jonas Lüscher: „Kraft“

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt.

Datum: 
Dienstag, 2. Mai 2017 - 20:00

Stephan Lohse: „Ein fauler Gott“

Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm.

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Montag, 3. April 2017 - 20:00

Doris Knecht: „Alles über Beziehungen“

Viktor ist ein Mann mit durchschnittlichen Problemen: Er wird demnächst fünfzig, er hat hohen Blutdruck, fünf Kinder, zwei Exfrauen und eine Lebensgefährtin, die nicht immer so glücklich wie er selbst damit ist, dass er gerade Festival-Intendant wurde. Und er hat eine heimliche Leidenschaft: noch mehr Frauen. Viktor fühlt sich interessant und wie scharf gestellt durch die Frauen, mit denen er Sex hat: Josi und Helen, Anja, Camille, Lisbeth und noch ein paar andere.

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Dienstag, 14. März 2017 - 20:00

Ada Dorian: „Betrunkene Bäume“

„Ein wunderschöner, ein perfekter Text.“ meinte Klaus Kastberger, Jurymitglied des Bachmann-Preises im Juni 2016, nachdem die Osnabrückerin Ada Dorian einen Auszug aus ihrem bis dahin unveröffentlichten Manuskript bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt vorgestellt hatte. Jetzt freuen wir uns, in der deutschen Premierenveranstaltung das fertige Buch vorstellen zu können.

Datum: 
Montag, 6. März 2017 - 20:00

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